PC Build für Machine Learning Makers

Gehe ich in die Cloud oder investiere ich in eine eigene Machine Learning Hardware? Diese Frage beschäftigt nicht nur Machine Learning Maker, sondern auch viele Profis und Firmen. Die finanziellen Aspekte hinter dieser Frage können durchaus spannend diskutiert werden, aber die Aussicht, ein eigened Machine Learning Rig zu bauen, ist für einen Maker so verlockend, dass schnell ein Argument für das Projekt PC Build für Machine Learning Makers gefunden ist.

Bei allem Enthusiasmus ist jedoch eine Sache essentiell. Man betritt hier ein gefährliches Terrain, das mit kruden aber auch subtilen Verlockungen durchsetzt ist. Daher sollte man am Anfang ein striktes Kostenlimit installieren. In diesem Fall waren das 1500 EUR. Mehr darf die Maschine nicht kosten. Daneben gibt es noch die Anforderung, dass Linux darauf laufen muss und dass genügend Hauptspeicher verfügbar sein muss.

Seit meinem letzten Build sind rund 15 Jahre vergangen. Das Produktangebot und die technischen Optionen sind verwirrend und die Abhängigkeiten zwischen den Bauteilen komplex. Hier helfen zwei Mittel. Einerseits nach Blogs suchen in denen funktionierende Kombinationen beschrieben werden. Google dazu einfach nach “how to build a machine learning rig”. Die zweite Quelle für Inspiration findet sich auf den Webpages der Anbieter von konfigurierbaren Workstations. Gut gemachte Seiten bieten Informationen, welche Kombinationen potentiell gehen und welche Zusammenstellungen wohl eher nicht laufen werden (z.B. weil nicht genug Leistung im Netzteil). Einen guten Startpunkt habe ich hier gefunden. Falls das Projekt zu steil wird, kann dort auch das System zusammengebaut bestellt werden.

Auf jeden Fall sollte man sich ansehen, welche Performanceunterschiede die einzelnen Optionen bedeuten. Gerade die Modelloptionen bei CPU und GPU bieten oft nur geringe Leistungssteigerung bei heftiger Preissteigerung. Eine gute Platform für den Vergleich von Komponentenoptionen ist hier zu finden.

Was ist jetzt dabei rausgekommen?

CPU: AMD ryzen 7 3700x (wegen der 8 Kerne und moderaten Kosten)

Motherboard: ASUS Prime B450 Plus (moderate Kosten)

GPU: nvidia geforce rtx 2060 super 8GB (schwere Entscheidung, 12GB wären besser gewesen)

Gehäuse: corsair carbite series air 540 schwarz (viel Platz für Raid 5 System)

RAM: Corsair Vengeance RGB PRO 32GB (2x16GB) DDR4 3200MHz (jawohl)

SSD: Samsung SSD 970 EVO Plus 250GB, M.2 (für das OS sollte das reichen)

Netzteil: Corsair RM750x (hoffentlich stark genug)

Lüfter: Corsair LL120 RGB LED PWM PC-Gehäuselüfter (konnte ich nicht vermeiden)

Die restlichen Festplatten werden vom bisherigen Rechner übernommen.

Die Bestellungen sind raus. Der Bericht über den Zusammenbau kommt hoffentlich bald…